
Mit einem Antrag für die nächste Sitzung des Rates am 24. November 2011 will die CDU-Fraktion eine Überprüfung der Sinnhaftigkeit der stationären Blitzer in Köln erreichen. Angesichts des Aufwands, der Umstrittenheit und der geringen Akzeptanz in der Bevölkerung hält die CDU-Fraktion eine öffentlich nachvollziehbare Evaluation des Einsatzes der Blitzer für mehr als überfällig.
Die Verwaltung soll eine Liste der Standorte stationärer Geschwindigkeitsmessanlagen vorlegen und mitteilen, wann die Anlagen in Betrieb waren und welche Geschwindigkeitsübertretungen gemessen wurden. Außerdem soll das Unfallgeschehen vor und nach Aufstellung der Blitzer verglichen werden.
Interessant dürfte dabei auch sein, wie hoch die Summe der angeordneten Verwarngelder und Bußgelder je Standort ist.
Die CDU fordert die Verwaltung außerdem auf, eine solche Liste künftig jährlich automatisch den betreffenden Ausschüssen vorzulegen.
„Wir wollen erreichen, dass die Standorte auf überzeugende Gründe für die Aufstellung von stationären Blitzern überprüft werden. Entweder kann damit der Vorwurf der Abzocke widerlegt werden oder andernfalls muss die entsprechende Blitzanlage abgebaut werden“, so der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Karsten Möring.
„Wir akzeptieren Blitzer für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit, aber nicht als Finanzierungsinstrument für den städtischen Haushalt. Wir sind gegen eine reine Abzocke unserer Bürgerinnen und Bürger“, ergänzt Winrich Granitzka, Vorsitzender der CDU-Fraktion.
Hier finden Sie den Antrag der CDU-Fraktion in der Ratssitzung am 24. November 2011.
gez. Stefan Götz
Fraktionsgeschäftsführer
Foto: Ratsmitglied Karsten Möring, Blitzer an der Severinsbrücke
Originalartikel auf der Website der CDU Köln