
Ulrich Künz feierte sein 35-jähriges Dienstjubiläum –
Hessens dienstältester Bürgermeister
„Froh und dankbar, dass wir dich haben – wir würden uns wünschen, wenn du uns noch eine weitere Wahlperiode als Rathauschef erhalten bleibst!“ Mit diesen Worten machten der Erste Stadtrat Harald Bartel und Stadtverordnetenvorsteher Manfred Schaaf deutlich, dass für Hessens dienstältesten Bürgermeister die 7. Amtsperiode mehr als nur in Reichweite ist. Der Jubilar sagte dazu selber nichts, erklärte aber, dass er Weichen für die Zukunft gestellt habe. In zahlreichen Ansprachen wurde deutlich, wie sehr Ulrich Künz mit der Kommunalpolitik, seiner Stadt Kirtorf und dem Vogelsbergkreis verbunden ist.
Seine Ehefrau Helga brachte es auf den Punkt, mit einem Zwischenruf stellte sie fest: „ich bekomme ihn kaum noch mit in den Urlaub!“
Zur Feierstunde in kleiner Runde begrüßte Stadtverordnetenvorsteher Manfred Schaaf – und stellte fest, dass er 5 Jahre mehr an Kommunalpolitik „auf dem Buckel“ habe. Den „Jüngling mit den blonden Haaren“ habe man im Jahr 1977 gewählt und er hat seine Sache mehr als nur gut gemacht. Der Erste Stadtrat Harald Bartel zeigte zahlreiche Maßnahmen auf, die Ulrich Künz nicht nur andiskutierte, sondern umsetzte. Er ist „Ideengeber“ und hat eine „eigene kreative Freiheit“ in der Umsetzung von Kommunalpolitik zum Wohle der Gemeinschaft entwickelt. Bis auf die erste Wahl im Jahr 1977 hat es nie einen Gegenkandidaten geben, Ulrich Künz ist bei den Menschen erfolgreich, dies zeigen die Wahlergebnisse von bis zu 90 Prozent. Das zeugt von Anerkennung und Respekt für die Arbeit von Bürgermeister Ulrich Künz. „Ulrich Künz ist ein Mann der klaren Worte, er sagt was Sache ist, seine Worte haben in Kollegen-Kreisen Gewicht. Mit diesen Worten überbrachte der Grebenauer Bürgermeister Jürgen Ackermann die besten Wünsche der Vogelsberger Amtskolleginnen und Amtskollegen. Man arbeite seit 21 Jahren vertrauensvoll zusammen.
Paul Weimann, Bürgermeister von Oestrich-Winkel und Präsident des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, verlieh Ulrich Künz die Ehrenurkunde. Auf eine Frage des Stadtverordnetenvorstehers Manfred Schaaf, antwortete er „es stimmt, Ulrich Künz ist der dienstälteste Bürgermeister Hessens“. Weiter sagte er, dass sich Künz in der 6. Amtsperiode befinde und die 7. wohl eingeläutet werde. In Zukunft muss der Entwicklung des ländlichen Raumes seitens des kommunalen Spitzenverbandes ein besonderes Augenmerk beigemessen werden. Beendet werden müsse, das „Ungleichgewicht“ in der Finanzierung der hessischen Gemeinden über den Kommunalen Finanzausgleich, so Weimann. 106 der 404 Mitgliedsgemeinden müssen sich schon unter den Schutzschirm des Landes Hessen begeben, sonst könnten sie ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Auch wenn das Land 3,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt habe, sind die finanziellen Probleme der hessischen Städte und Gemeinden für die Zukunft nicht gelöst. Wir brauchen eine Umverteilung im Kommunalen Finanzausgleich zugunsten des ländlichen Raumes, sonst ist die kommunale Selbstverwaltung infrage gestellt. Man sei sich über die Parteigrenzen hinweg einig, doch liegen noch keine Lösungen auf dem Tisch. Die „Speckgürtelgemeinden“ im Bereich des Rhein-Main-Gebietes oder im Bereich Fulda und Kassel werden durch eine Reform des Kommunalen Finanzausgleiches nicht profitieren. Wenn die Reform des Kommunalen Finanzausgleiches nicht gelingt, geht es nur noch mit einem Sonderprogramm für den ländlichen Raum. Bürgermeister Ulrich Künz hat sich 35 Jahre geradezu der Förderung des ländlichen Raumes verschrieben. Er hat Zeichen gesetzt und war schon „grüner als DIE GRÜNEN“ als er in seiner Gemeinde der Windkraft einen Standort gab. Bürgermeister Ulrich Künz zeichnen Gradlinigkeit aus, seine Ehefrau die Ihn nachhaltig unterstützt, gibt ihm „festen Halt“. Weiter zählte Paul Weimann die zahlreichen politischen Ämter auf, die Bürgermeister Ulrich Künz innehat.
Marlis Rechmann, Ortsvorsteherin des Ortsteiles Lehrbach, dankte Bürgermeister Künz im Namen der Ortsvorsteher für die gute Zusammenarbeit. „Für die Ortsteile hat er immer ein offenes Ohr, auch wenn man oft denkt, dass der Bürgermeister bei Unterredungen überhaupt nicht zuhört. Doch dann muss man nach einigen Tagen feststellen, dass er sehr wohl zugehört hat und das Problem gelöst wurde. Das ist Ulrich Künz!“ meinte Marlis Rechmann. Weiter erklärte sie, dass in der Kommune Kirtorf alles ineinander funktioniert, ein guter Bürgermeister, eine gute Verwaltung und eine gute Zusammenarbeit in den Gremien, das macht den Erfolg in Kirtorf aus. „Bis andere Kommunen alles zwei, dreimal hin und her diskutiert haben, ist in Kirtorf bereits geplant, finanziert und gebaut worden!“ stellte Ortsvorsteherin Marlis Rechmann abschließend fest.
An der Feier nahmen alle Mitglieder des Magistrates, die Ortsvorsteher, die Fraktionsvorsitzenden und die langjährigen „politischen Wegbegleiter“ von Ulrich Künz teil. Bürgermeister Künz bedankte sich zum Schluss für die über die Parteigrenzen reichende gute Zusammenarbeit in den Gremien. Die Stadt Kirtorf ist im Bereich der klassischen Kommunalverwaltung (ohne Wasser und Abwasser) schuldenfrei, so Künz, der weiter die Hoffnung aussprach, dass für den ländlichen Raum jetzt endlich aus Wiesbaden gehandelt werde – „es ist genug geredet worden!“ 35 Jahre habe ihm die Familie den nötigen Rückhalt gegeben, auch die Ratschläge seiner Frau waren in vielen Fällen richtungsweisend.
Noch in diesem Jahr findet in Kirtorf die Bürgermeisterwahl statt, für Ulrich Künz wäre es die 7. Amtsperiode – als dienstältester Bürgermeister wird er wohl nicht mehr eingeholt.
Originalartikel auf der Website der CDU Vogelsberg